Von Ende 1992 (damals noch
Bezirksgericht Leipzig) bis Anfang 1995 war ich Vorsitzender der 7.
Zivilkammer des Landgerichts Leipzig. Die Besonderheiten des teilweise noch anzuwendenen
DDR- Rechts sowie die besondere Zuständigkeit des
Landgerichts
Leipzig als "Nachfolger" des
BezG Leipzig für den Gewerblichen Rechtsschutz führten zu einigen auch heute noch
interessanten Entscheidungen der 7. Zivilkammer.
LG Leipzig, Urt. v. 22.11.1994 - 7 O 2612/94, VIZ 1995, 470: Zuteilungsfähigkeit von
Bodenreformland aufgrund Tätigkeit in zwischenbetrieblicher Bauorganisation.
LG Leipzig, Urt. v. 5.7.1994 - 7 O 2991/94, RAnB 1994, 232: Zur Umwandlung volkseigener
Güter
(VEG) in Kapitalgesellschaften.
LG Leipzig, Urt. v. 21.12.1993 - 7 O 1823/93, GRUR 1994, 379 = LRE Band 30 H. 3/4:
„Dresdner
Stollen“ als geschützte Herkunftsbezeichnung. (1)
Pape: Anm. zu LG Leipzig, Urt. v. 14.12.1993 - 7 O 4556/93, in EWiR 1994, 569: Zur
Auslegung
des § 14 Abs. 1 S. 1 GesO bei (verschuldet) verspätet angemeldeter Forderung.
LG Leipzig, Urt. v. 30.11.1993 - 7 O 3363/93, DtZ 1994, 118 = WM 1994, 638 = WuB II
C. § 32a
GmbHG 3.94: Bedenken gegen die Vereinbarung von § 56e S. 1 DMBilG mit dem GG bestehen
nicht.
Schöne: Anm. zu LG Leipzig, Urt. v. 30.11.1993 - 7 O 3363/93, in EWiR 1994, 663.
Müller: Anm. zu BGH, Urt. v. 7.12.1998 - II ZR 266/97, ZIP 1999, 139, in: EWiR 1999,
173: § 56e
Abs. 1 DMBilG ist nicht grundgesetzwidrig.
LG Leipzig, B. v. 10.3.1993 - 7 O 2520/93, DtZ 1993, 318;
OLG Dresden, B. v. 8.7.1993 - 1 AR 73/93, DtZ 1994, 32:
Zur Zuständigkeitsregelung nach § 11 Abs. 3 S. 3 GesO.
OLG Dresden, Urt. v. 20.1.1994 - 7 U 678/93, NJW-RR 1995, 803: zur Gesamtvertretung
bei der
GmbH [erfolglose Berufung zu LG Leipzig].
Ferner war ein beim LG Leipzig geführter Rechtsstreit Ausgangspunkt zu einer Neubewertung
der
Zulässigkeit von Absprachen über ein (zukünftiges) Erbe. [BGH, Urt. v. 25.10.1996 - IV ZR 83/95,
DtZ 1996, 51 zu §§ 312 BGB, 68 DDR-ZGB]